ILE-Gäuboden – Vorreiter für interkommunale Zusammenarbeit (21.10.2015)

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Bild: Die Bürgermeister und Geschäftsleiter der Achental-Gemeinden mit ILE-Vorsitzendem Manfred Krä und Bürgermeister Alfons Neumeier (Gemeinde Salching)

ILE-Gäuboden – Vorreiter für interkommunale Zusammenarbeit


Die vier Achental-Gemeinden Schleching, Unterwössen, Marquartstein und Staudach-Egerndach informierten sich vor kurzem über die ILE-Gäuboden. Die Bürgermeister und Geschäftsleiter dieser Gemeinden kamen aus diesem Grund nach Aiterhofen, wo sie vom derzeitigen Vorsitzenden der ILE Gäuboden Bürgermeister Manfred Krä begrüßt wurden.


Der ILE-Vorsitzende stellte zunächst die Gemeinde Aiterhofen und das Gebiet der Ile-Gäuboden mit ihren sieben Mitgliedsgemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Leiblfing, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen vor. Mit einem Festakt am 30. März 2012 schlossen sich die Gemeinden zur ILE Gäuboden zusammen. Mit Hilfe dieser integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) sollen Entwicklungsansätze zur Stärkung des ländlichen Raumes entwickelt und die Wirtschaftskraft ländlicher Gemeinden gestärkt werden. Ein wesentliches Instrument dieser Integrierten Ländlichen Entwicklung ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK), das derzeit in der Region Gäuboden erarbeitet wird und kurz vor der Fertigstellung steht. Hier werden für die Region Gäuboden mit den sieben Mitgliedsgemeinden in einem gemeinsamen Prozess Chancen für den Raum analysiert, Entwicklungsziele definiert und Projekte initiiert. Damit soll die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit des gesamten Raumes gestärkt und die Region als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterentwickelt werden. Die Konzeptentwicklung wird umfangreich durch das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern unterstützt und gefördert.


Im Bereich der Verwaltungsmodernisierung, die von Geschäftsstellenleiter Günter Stephan vorgestellt wurde, wurden bereits mit Gründung der ILE-Gäuboden einige Themen umgesetzt. So befindet sich das Standesamt Gäuboden in Aiterhofen, die gemeinsame Rentenstelle Gäuboden in Oberschneiding. Von der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen werden die Personalstelle Gäuboden und von der Gemeinde Leiblfing haftungsrechtliche Organisationsvorgänge wie z.B. Spielplatz- und Straßenkontrollen und teilweise Kanalunterhalt bearbeitet. Die kommunale Verkehrsüberwachung Gäuboden wird von der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen im Bürgerhaus Salching abgewickelt. Seit diesem Jahr existiert auch eine gemeinsame Steuer- und Veranlagungsstelle Gäuboden bei der Gemeinde Leiblfing. Hier werden die Realsteuern sowie die Kanalbenutzungsgebühren für die teilnehmenden Gemeinden Aiterhofen, Irlbach, Leiblfing, Salching und Straßkirchen bearbeitet. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt und fördert ausdrücklich diese interkommunale Zusammenarbeit und hat hierzu auf der Internetseite www.stmi.bayern.de/suk/kommunen/komzusammenarbeit/ entsprechende Hinweise veröffentlicht. Die Zusammenarbeit im Verwaltungsbereich wird dabei als sog. „Zukunftsmodell“ gesehen. In einer ausführlichen Diskussion wurden die in der ILE-Gäuboden durchgeführten Verwaltungsorganisationen als zukunftsfähiges Modell auch für die Bürger dargestellt, die hier an der jeweiligen Stelle eine kompetente Sachbearbeitung vorfinden, und das bei immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen.