Eine schützende Hand (29.08.2017)

FFW Oberpiebing

Foto: Antrag angenommen: Fahnenmutter und Festfrau Birgit Kainz (Mitte), mit Ehemann Bernhard (dahinter), Vereinsvorsitzendem Reinhard Bayerl (links daneben), Festleiter Rudi Englberger (rechts daneben), Bürgermeister Alfons Neumeier (hinten rechts) und dem Festausschuss beim Festfraubitten.

Eine schützende Hand

 

Oberpiebing.(jb) Beim 130-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Oberpiebing, im Juni 1998, fungierte Birgit Kainz aus Aufham, Gemeinde Salching, als Fahnenmutter. Auch zehn Jahre später, als die Oberpiebinger Feuerwehr ihren 140. Geburtstag feierte, gab Birgit Kainz wieder als Fahnenmutter ihr Ja-Wort. Nun rüstet die FFW Oberpiebing zum 150-jährigen Gründungsfest, vom 31.Mai bis 4.Juni 2018. Dabei soll, weil die Vereinsfahne schon gesegnet ist, eine Festfrau ihre schützende Hand über das Gründungsfest halten. Für Festleiter Rudi Englberger und dem Festausschuss war dafür die amtierende Fahnenmutter Birgit Kainz die erste Wahl.

Das traditionelle Bitten, bei dem die Auserwählte offiziell ihr „Ja“ gibt, fand am Samstagnachmittag statt. Angeführt von der Blaskapelle Führmann traf der Festausschuss, mit dem designierten Schirmherrn Bürgermeister Alfons Neumeier, im Kainz-Hof in Aufham ein, wo sie von Birgit Kainz und ihrem Ehemann Bernhard erwartet wurden. In Versform trugen dann abwechselnd Festleiter Rudi Englberger und der Vereinsvorsitzende Reinhard Bayerl ihr Begehren vor. Darin hieß es unter anderem: „Unsere Fahn` de g`foid uns sehr, da muaß zum Fest koa neie her. Und unsre Fahnenmuatta, steits eich vor, jung und fesch, wie 20 Jahr zuvor. Sie muass der Wehr etwas bedeutn, und bekannt sein bei den Leutn. Das Amt is schwaar und kost an Muat, doch mia kenn ma oane guat, de für unsere Wehr ganz gwiss, hundert Prozent die Richtige is. Mia san ma auf die Birgit kemma, die des Amt soi übernemma. Dann warn mia alle froh, und die Birgit ebenso.“ Die Antwort der Festfrau: „ Ja, ich bin gerne wieder dabei“, wurde von allen mit stürmischen Beifall aufgenommen. Auf der Wiese, vor dem mit Blumen geschmückten Bauernhaus, war schon alles hergerichtet für einen Aufenthalt bei gutem Essen und Trinken. Als dann noch der Braumeister Josef Erl, von der gleichnamigen Brauerei, mit einem Fass Festbier eintraf, stand einer zünftigen Feier, bei der die Blaskapelle für den richtigen Ton sorgte, nichts mehr im Wege.