Ein Juwel ist geplant (10.08.2017)

Ein Juwel ist geplant (10.08.2017)

 

Salching/Oberpiebing. (jb) „Am Anfang war die Planung.“ Auch der Herrgott hat, bevor er die Welt erschaffen hat, erst einmal geplant, wie diese ausschauen soll. Ähnlich läuft es gegenwärtig bei der Dorferneuerung Oberpiebing. Nachdem die Planziele Kirchenumfeld mit Pavillon abgearbeitet sind, und auch die Umwidmung des von der Gemeinde erworbenen Geschäftshauses, in der Dorfstraße 14, zu einem Dorfgemeinschaftshaus absehbar ist, stellt sich nun die Frage: „Wie wird Oberpiebing in Zukunft aussehen?“ Antworten darauf gab Bürgermeister Alfons Neumeier vor rund 40 Zuhörern, bei der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im zukünftigen Dorfgemeinschaftshaus. Einzelheiten der Planung erläuterte Hans Nicklas von der Architekturschmiede Kirchdorf. Für den Bürgermeister ist eines klar: Oberpiebing soll ein Juwel werden.

 

Ihm ist aber auch bewusst, dass Veränderungen bei den Bürgern zunächst Skepsis erzeugen. Abhilfe soll durch Information geschaffen werden. Demzufolge erläuterte Nicklas zunächst die im Rahmen der Dorferneuerung geplanten Eingriffe in der Dorfstraße, bis zur Einmündung Niederpiebinger Straße zum Pfarrheim, in der Außerhienthaler Straße bis zum Gehöft Moll, in der Kirchmattinger Straße bis zur Abzweigung Mattinger Weg,  und in der Wolfgangstraße bis zum Pfarrhof. Dabei sollen verschiedentlich auch die Einfriedungen erneuert werden. Ein Eingriff in Privatgrund werde nur mit dem Eiverständnis des Eigentümers vorgenommen. Wichtig sei dabei auch der Zeitfaktor. So müsse die Planung für das europaweite Verfahren bis Ende September eingereicht werden. Bei Bewilligung der Zuschüsse könnte die kleine Dorferneuerung Oberpiebing bis Herbst 2018 beziehungsweise Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Hans Nicklas ging auch nochmals im Detail auf den Erwerb des Geschäftshauses durch die Gemeinde Salching und dessen Umnutzung ein. Geplant sei im Kellergeschoss einen beweglichen Schießstand zu installieren. Im Erdgeschoss befinde sich ein Saal mit gut 100 Sitzgelegenheiten für größere Veranstaltungen. Im Obergeschoss etabliert sich eine Praxis für Physiotherapie.

 

Oberes Ziel aber sei die Aufwertung der Ortsmitte zur „guten Stube.“ Dies sei unter anderem auch durch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, für alle Verkehrsteilnehmer, sowie durch eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Straßen und Räumen, durch grünbestimmte Lebensräume statt monotone Ortsdurchfahrt  zu erreichen, sowie durch Verbindung des Dorfgemeinschaftshauses mit dem historischen Raum des Kirchenvorplatzes. Verbindendes Element sei eine zwei Meter hohe Funktionsmauer hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zur Ausfahrt Dorfstraße. Anschließend musste der Bürgermeister noch  einige Fragen der Zuhörer beantworten. Am Ende aber signalisierten die Zuhörer durch ihren Beifall das grundsätzliche Einverständnis mit der geplanten Dorferneuerung in Oberpiebing.

Ansicht Mauer

Planung 3A

Planung 3B

Überlagerung 4A

Überlagerung 4B