Deutschunterricht für Asylbewerber (13.10.2015)

Deutschunterricht für Asylbewerber

Foto: Bürgermeister Alfons Neumeier (hinten rechts) beim Deutschunterricht durch Klaus Bindl (hinten rechts)

Deutschunterricht für Asylbewerber

Salching.(jb) Dienstagnachmittag im Saal des Bürgerhauses in Salching: Der pensionierte Volksschulrektor Klaus Bindl hält Deutschunterricht. Bei den Schülern handelt es sich um Asylbewerber, die seit April in der Gemeinde Salching ein Zuhause auf Zeit gefunden haben. Solange ihr Asylantrag läuft, haben Asylbewerber kein Recht auf Deutschunterricht, außer eine ehrenamtliche Lehrkraft stellt sich für Sprachkurse zur Verfügung. Genau das hat der Salchinger Klaus Bindl getan. Die verwaltungstechnische Abwicklung liegt bei der Volkshochschule des Landkreises. Das Unterrichtsprogramm umfasst 50 Unterrichtseinheiten von je 45 Minuten. Der Unterricht erfolgt nach dem sogenannten Thannhauser Modell, auf der Basis des Konzepts „Erstorientierung und Deutsch lernen für Asylbewerber“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familien und Integration und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Als hilfreich haben sich hier die Arbeitsblätter mit Untertiteln in englischer Sprache erwiesen. Bindl hat Albanisch dazugenommen. Den Stoff dafür hat er sich mit Hilfe von Wörterbüchern selbst erarbeitet. Zweimal in der Woche treffen sich die 13 Asylbewerber, auch die Kinder sind immer dabei, mit Klaus Bindl zum Unterricht. Manchmal, so auch am Dienstag, schaut Bürgermeister Alfons Neumeier vorbei. Er freut sich über die Sprachfortschritte und meint, bald werde nicht allein Englisch zur Verständigung dienen. Dies sei vor allem dem pädagogischem Geschick Bindls zu verdanken, lobte der Bürgermeister dessen persönliches Engagement. Bei der Gelegenheit teilte der Bürgermeister mit, dass am 21.10.2015 in der Mehrzweckhalle Salching, eine öffentliche Informationsveranstaltung über den Wartebereich für Flüchtlinge in der Gäubodenkaserne Feldkirchen stattfinden wird.

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