Bürgerversammlung der Gemeinde Salching (12.11.2015)

 

          Bürgerversammlung der Gemeinde Salching mit 120 Besuchern

 

Salching. (jb) Während man anderswo, bei ähnlichen Veranstaltungen, die Besucher nicht selten  an zwei Händen abzählt werden können, sind zur  Bürgerversammlung der Gemeinde Salching, am Donnerstag, im Gasthaus Hollermeier rund 120 Besucher erschienen.  Mit Erläuterungen zum Haushalt 2015, der in Einnahmen und Ausgaben ein Gesamtvolumen von rund 10 Millionen Euro aufwies, begann Bürgermeister Alfons Neumeier seine Berichterstattung. Daneben berichtete der Bürgermeister über die Arbeit im Gemeinderat und die wesentlichsten Baumaßnahmen der Gemeinde im Jahr 2015. Aus der Statistik ging hervor, dass in der Gemeinde gegenwärtig 2710 Personen mit Erst- und Zweitwohnsitz gemeldet sind. Es gab 21 Geburten, fünf Eheschließungen und 12 Sterbefälle. Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass bezüglich der neuen Baugebiete „Pieringer Weg“ und „Pfingstberg III“ die archäologischen Grabungen abgeschlossen seien und nun gebaut werden könne. Gegenwärtig werden in der Gemeinde die Daten zur Erstellung des Vitalitätschecks ermittelt; zugleich Grundlage für ein Leerstandsmanagement.

 

In dem Zusammenhang habe die Gemeinde in Oberpiebing drei Objekte erworben. Bei den Haushaltsausgaben rage die Kreisumlage mit einer Million Euro heraus. Die VG-Umlage betrage rund 377000 Euro und die Gewerbesteuerumlage 463500 Euro. Die Einnahmen  ergeben sich aus der Grundsteuer A mit 54500 Euro, B mit rund 280000 Euro, der Gewerbesteuer mit rund 2,2 Millionen Euro, dem Anteil aus der Einkommenssteuer mit rund 1,4 Millionen Euro und dem Einkommenssteuerersatz mit  107600 Euro. Außerdem erbringe die Schlüsselzuweisung  57200 Euro, der Anteil aus der Umsatzsteuer 111500 Euro und an der Grunderwerbssteuer 33000 Euro. Für den Straßenunterhalt fließen 61300 Euro in die Gemeindekasse und  aus der  Konzessionsabgabe noch einmal 53500 Euro. Der Rücklagenstand zum 31.12.2014 betrug rund vier Millionen Euro. „Die Gemeinde Salching sei nach wie vor schuldenfrei“, verkündete der Bürgermeister.  Auf den Betrieb der Kindertagesstätte (Kita) eingehend, sagte der Bürgermeister, dass diese mit ihren 75 Kindergarten- und 34 Krippenplätzen gut angenommen werde Zur Betreuung der Kinder stünden 16 Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Die Ausgaben für den Betrieb betragen 597000 Euro für das Personal und 75200 Euro für die Sachaufwendungen. Dem stünden Einnahmen in Höhe von 325100 Euro an Förderung und 65000 Euro an Elternbeiträgen gegenüber. Die Baumaßnahme „Kita“ sei nun abgeschlossen, eine Einweihung sei für Mai 2016 vorgesehen.

 

Die Ausgaben für die Grundschule belaufen sich auf 83000 Euro für das gemeindeeigene Personal,  66000 Euro für Sachaufwand, 32000 Euro für die Schülerbeförderung und 56300 Euro für die Mittagsbetreuung. Die Einnahmen aus der Förderung erbringen für die Schülerbeförderung 14300 Euro und der Mittagsbetreuung 13300 Euro. Der Elternanteil betrage 13000 Euro. 21 Schüler aus dem Gemeindebereich besuchen  die Mittelschule Leiblfing. Die Aufwendungen hierfür betragen circa 25000 Euro. Im Zusammenhang mit der Volkshochschule in der Gemeinde teilte der Bürgermeister mit, dass die Leiterin Melanie Bauer ihr Amt zum Jahresende abgeben werde. Die Schulbücherei werde weiterhin von Sabine Schlosser betreut. Über den Betrieb der Mehrzweckhalle, die auch von den Vereinen nach vorheriger Anmeldung genutzt werden kann, sagte der Bürgermeister, dass hier eine energetische Renovierung bevorstehe. Der neue Personallift werde demnächst in Betrieb genommen. In den Bauhof der Gemeinde sei laut Neumeier in der letzten Zeit viel Geld investiert worden. Neben rund 23000 Euro für Geräte, kostete der Umbau des Büros und des Sozialraumes rund 90000 Euro. Außerdem wurde für rund 22600 Euro die Heizungsanlage von Öl auf Gas umgestellt. In der Kläranlage der Gemeinde wurde für rund eine Million Euro ein neues Nachklärbecken eingebaut. Als nächste Baumaßnahme sei die Verlegung des Wertstoffhofes geplant. Dabei werde auch der Zweckverband Abfallwirtschaft mitwirken. Der Bürgermeister nahm auch zum Energiekonzept der Gemeinde Stellung. Danach werde das Thema Windkraft für das

 

Planungsgebiet Straubing-Bogen Ost, in dem sich Salching befindet, aufgrund der 10-H-Regelung von den betroffenen Gemeinden nicht weiter verfolgt. In Beug auf die Energiewende ergebe sich für die Gemeinde  Salching jedoch eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED innerhalb von drei Jahren. Mit Stolz verwies der Bürgermeister auf die beiden Feuerwehren Salching und Oberpiebing, die sich die Gemeinde viel Geld kosten lasse. Die Umbaumaßnahme im Bauhofgelände mit  Fahrzeugstellplatz kostete 125000 Euro, der Kauf eines Mannschaftstransportwagens für die Salchinger Wehr 60000 Euro. Was die Breitbandversorgung anbetreffe, so Neumeier, seien die Ortsteile Salching und Oberpiebing durch die R-KOM bis 50 MB versorgt. Für die Außenbereiche werde in der nächsten Woche, nach bestimmten Auswahlkriterien, mit der Firma AMPLUS ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. WLAN soll in den 2000 bayerischen Gemeinden im Rahmen eines staatlichen Förderprogramms kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Was die Straßensanierungen im  Gemeindebereich betreffe, so seien die Aufträge bereits vergeben .Der Radfahrweg zwischen der Carl-Laux-Straße und der Brückenstraße befinde sich in der Planung. Im Baugebiet „Pfingstberg II“ wurde ein neuer Kinderspielplatz angelegt.

 

Im Zusammenhang mit der Dorferneuerung Salching, die im Bereich Rosengasse und Brückenstraße abgeschlossen werden konnte, gehe es laut Neumeier nun darum, die geplante Bebauung entlang der Kirchstraße in Angriff zu nehmen. Von Seiten des Amtes für ländliche Entwicklung Niederbayern werde eine an die ehemalige Scheune angelehnte ebenerdige Bebauung befürwortet. Mit der Übergabe der Einleitungsurkunde im Juli, wurde der Startschuss für die Dorferneuerung Oberpiebing gegeben. In dem rund 560000 Euro teuren Vorhaben sei eine Neugestaltung des Kirchenumfeldes, des Bereiches Kirchmattinger Straße und die Sanierung der Friedhofsmauer vorgesehen. Als problemlos bezeichnete Neumeier die Zusammenarbeit mit der Pfarrei. Gemeinsame Aktivitäten wie der Neujahrsempfang und der Helferkreis seien dafür der Beweis. Besonders würdigte der Bürgermeister die Arbeit der Vereine und Verbände, die mit vielen Aktivitäten das Jahr über für eine lebendige Gemeinde sorgen würden. Besonders hervorzuheben sei die großartige Jugendarbeit, zum Beispiel beim Ferienprogramm der Gemeinde.

 

Ihr Debüt als Redner bei der Bürgerversammlung gaben der Sozial- und Kulturreferent Franz Dünstl und der Jugendbeauftragte Martin Meilinger. Beide erläuterten ihre Aufgabenfelder Senioren und Soziales sowie Jugend und Soziales die ihnen im Rahmen der ILE (Integrierten Ländlichen Entwicklung) übertragen wurden.