Richtiges Vererben und Erben will gelernt sein - Infoabend zum Thema (02.10.2017)

Erbschaftssteuer

 

Leiblfing: Der Seniorenbeauftragten und Gemeinderätin Elisabeth Gruber Reitberger ist es mit ILE Gäuboden gelungen zu diesem Thema die Rechtsanwältin Fitting – Perlak/ Fachanwältin für Familien- und Erbrecht aus Straubing als Referentin zu gewinnen.

Im voll besetzten Großsaal konnte sie auch viele Seniorenbeauftragte der umliegenden Gemeinden begrüßen. Im Grußwort des  1. Bürgermeisters Wolfgang Frank meinte er, eigentlich will jeder was machen, aber wie, feststeht die Leute wissen was sie wollen, aber bis zum Ende durchziehen tun die wenigsten. All die das Testament gemacht haben, sind froh, dass sie es hinter sich haben und alles geregelt ist.

Bevor Fr. Fitting - Perlak mit ihrem Vortrag begann stellte sie sich kurz vor. Sodann teilte sie ihn in drei Teile auf:

 

          Gesetzliches Erbrecht – Pflichtrechtteil

„ Wie ist die Torte zu verteilen“?, „ Das Gut fließt wie das Blut“

Sie stellte die Erbenordnung in Drei Punkten vor, hier wurde die Anordnung von 1. – 4. Kind erklärt. Ausführlich erklärte die Referentin die Pflichtteil Berechtigung, wer ist berechtigt und in welcher Höhe: § 2302 BGB – Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte der Gesetzlichen Erbquote. Die Pflichtteile der Kinder: die Mutter ½, K1 ¼, K2 ¼ = Pflichtteil je 1/8, Achtung die Verjährung ist nach 3 Jahren. Es wurde auch der Fall wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind, bei einer Patchworkfamilie sowie bei nichtehelichen Kindern. Nach § 1924 IV BGB erben Kinder zu gleichen Teilen und die Stämme erben ebenfalls zu gleichen Teilen. Das Thema Deutsches Ehegattenerbrecht, die Zugewinngemeinschaft und die Gütertrennung wurden ausführlich behandelt. Ebenso wenn der Topf leer ist hierzu gab sie wertvolle Informationen an die Anwesenden.

 

                     Thema Testament

Zum Thema Testament führte sie an: für die formale Mindestanforderung für ein wirksames Testament sind: !: Die Erbenanordnung, 2. Das Vermächtnis an Pflichtteilberechtigten und 3. das Vermächtnis an die Nichtpflichtberechtigten. Das Testament muss eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Man kann so viele Testamente machen wie man will, es gilt immer das als letztes geschriebene Testament. Es gibt auch Sonderfälle wie: das Ehegattentestament (Achtung Bindungswirkung), das Behinderten Testament, Bedürftigentestament und das Geschiedenentestament. Bei Verschuldeten Nachlass muss man ihn aktiv ausschlagen (6 Monate).

 

             Thema Erbschaftssteuer

Der letzte Programmpunkt war die Erbschaftssteuer. Hier zeigte sie an Beispielen wie sie zusammengesetzt wird. Ein ausführlicher Teil gehörte der Berechnung des Freibetrages. Am Schluss des informativen Vortrages gab es eine rege Diskussionsrunde bei der sich viele Gäste einbrachten. Und mit den Worten, die Kernpunkte die sie mit nach Hause nehmen zu diesem Thema, das ist der Sinn dieser Veranstaltung. Die Seniorenbeauftragte Elisabeth Gruber Reitberger bedankte sich bei der Rechtsanwältin Susanne Fitting Perlak für den interessanten und kurzweiligen Vortrag mit einem Präsent.

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