Konzept zur Entwicklung überreicht

ILE

Konzept zur Entwicklung überreicht

 

Gemeinden der ILE Gäuboden haben mehrere Projekte konkret ins Auge gefasst

 

Prof. Dr. Konrad Schindlbeck von der Hochschule Deggendorf (rechts) überreichte zur großen Freude der LAG-Managerin und Geschäftsführerin des Regionalentwicklungsvereins Josefine Hilmer (links), der gastgebenden Bürgermeisterin Barbara Unger (Mitte) und der sechs weiteren Bürgermeister der ILE Gäuboden das Entwicklungskonzept. (Foto: ih)

Feldkirchen. (ih) Die sieben Bürgermeister der ILE Gäuboden haben sich zu einer Sitzung im Rathaus Feldkirchen getroffen. Kernpunkte waren das integrierte ländliche Entwicklungskonzept, ein gemeinsames Rad- und Kernwegnetzkonzept und der FTTB-Masterplan für ein flächendeckendes Glasfasernetz innerhalb der ILE.

Im März 2012 haben sich die Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Leiblfing, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen zusammengeschlossen, um vor allem auf der Verwaltungsebene eng zu kooperieren und Aufgaben zu bündeln. Der Zusammenschluss, der mit den Unterschriften der beteiligten Bürgermeister besiegelt wurde, hat den Namen ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Gäuboden erhalten. Verschiedene Projekte wurden bereits durchgeführt.

Nun trafen sich die sieben Bürgermeister erneut um weitere gemeinsame Aufgaben in Angriff zu nehmen. Derzeit führt Bürgermeisterin Barbara Unger den Vorsitz, der unter den beteiligten Bürgermeistern jährlich wechselt. Deshalb fand das Treffen in Feldkirchen statt.

Auf 100 Seiten präzisiert, was angepackt werden soll

Gleich zu Beginn überreichte Prof. Dr. Konrad Schindlbeck von der Hochschule Deggendorf das Integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Auf knapp 100 Seiten findet man zusammengefasst die wichtigsten Entwicklungsziele. Das ILEK wurde in über zweijähriger Arbeitszeit geschaffen. Mitgeholfen haben Bürgermeister, Geschäftsleiter, Gemeinderäte und aktive Bürger. In zwölf Handlungsfeldern ist präzisiert, was die nächsten Jahre angepackt werden soll. Als nächstes müssen die einzelnen Gemeinderäte das Konzept noch billigen ehe es an die Umsetzung geht. Das ganze wurde vom Amt für ländliche Entwicklung mit 75 Prozent gefördert. Die Umsetzung des ILEK wird seit sieben Jahren vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) begleitet und gefördert.

Ein weiterer Punkt war ein Zwischenschritt im gemeinsamen Rad- und Kernwegenetzkonzept. Das Büro MKS Architekten und Ingenieure hat einen ersten Netzentwurf, welcher aus Vorschlägen der einzelnen Gemeinden zusammengetragen wurde, vorgestellt. Mit der Planung waren alle Bürgermeister sehr zufrieden und beschlossen, die weiteren Arbeiten anzupacken. Mit der Fertigstellung ist noch im Oktober zu rechnen. Auch dieses Projekt wird mit 75 Prozent bezuschusst. Mit den ausgearbeiteten Netzplänen haben die Gemeinden dann die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der Fördermöglichkeiten vom ALE, Wege auszubauen und zu verbessern. Federführend für das Radwegekonzept ist Straßkirchen, für die landwirtschaftlichen Kernwege ist es Feldkirchen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der FTTB-Masterplan. Hier erarbeitet die ILE Gäuboden zusammen mit dem Ingenieurbüro IK-T einen Plan, wie jedes Gebäude innerhalb der ILE an das Glasfasernetz angeschlossen werden kann. Federführend ist die Gemeinde Feldkirchen.

Internet: Fertiger Netzplan im Oktober

Der Zwischenstand sieht so aus, dass bereits jedes Gebäude eingeplant wurde. Nunmehr müssen die Knotenverteiler positioniert und die großen Zubringertrassen ermittelt werden. Wenn der Masterplan fertig ist, hat jede Gemeinde einen fertigen Netzplan zur Hand und kann bei jeder Tiefbaumaßnahme entscheiden, ob und welches Glasfaserkabel mitverlegt werden soll. Mit diesem Projekt betrat die ILE Gäuboden Neuland. Die Maßnahme wird daher mit 50 Prozent bezuschusst. Mit der Fertigstellung ist noch im Oktober zu rechnen.

Weitere Themen waren die Kindertagesstättengebühren. Hierbei wurde über die stark gestiegenen Personalkosten aufgrund der Tarifeinigung diskutiert und festgestellt, dass man nach dem Kommunalrecht diese Kosten eigentlich an die Eltern weitergeben müsste. Bisher trägt in jedem Kinderhaus die Gemeinde ein Defizit.

Auch wurde angesprochen, in den Gemeinden mit Kehrfahrzeugen zu reinigen oder das Unkraut künftig mit Heißwasser zu bekämpfen. Hierzu sollen Angebote eingeholt und Vorführungen stattfinden. Berichtet wurde auch von den bisherigen gemeinsamen Sportveranstaltungen „ILE-Gäuboden-Cups“ und dass diese eine sehr große Resonanz hatten. Die Veranstaltungen sollen intensiviert werden.

drucken nach oben