Großes Engagement für Kloster und Gemeinwohl gewürdigt

Bürgermedaille Schwester Anita

Klosterpfarrer BGR Franz Pfeffer, Bürgermeister Manfred Krä, Generaloberin Sr. Anita Heimerl und Generalvikarin Sr. Andrea Six

Goldene Bürgermedaille für Generaloberin Sr. Anita Heimerl

 

Vor sechs Jahren fasste der Gemeinderat den Beschluss, herausragende verdiente Persönlichkeiten der Gemeinde für ihr besonderes und überdurchschnittliches Engagement mit einer Bürgermedaille zu würdigen. Am letzten Freitag wurde mit Generaloberin Sr. Anita Heimerl eine besonders herausragende Persönlichkeit der Gemeinde für Ihren unermüdlichen Einsatz vor allem um das Kloster der Franziskanerinnen von Aiterhofen in den Kreis der Würdenträger aufgenommen.

Die Gemeinde lud aus diesem Anlass zu einer Festveranstaltung in den Landgasthof Murrer ein. Bürgermeister Manfred Kar konnte dazu die bisherigen Träger der Bürgermedaille, Generalvikarin Sr. Andrea Six, Klosterpfarrer BGR Franz Pfeffer, den Gemeinderat und Vertreter der Gemeindeverwaltung begrüßen. Besonders freute ihn die Anwesenheit von Pfarrer Johann Baier, der vor sechs Jahren mit der ersten Bürgermedaille der Gemeinde Aiterhofen ausgezeichnet wurde.

Bürgermeister Manfred Krä würdigte in seiner Laudatio die außergewöhnlichen Verdienste von Sr. Anita Heimelt um die Gemeinde mit ihrem Kloster. Anlass war dazu der 70. Geburtstag der Geehrten, der vor kurzem gefeiert werden konnte. Sr. Anita wurde in Plenting bei Rattiszell geboren. Mit zehn Geschwistern erlebte sie eine einfache, aber sehr glückliche Kindheit. Mit 15 Jahren kam sie 1962 nach Aiterhofen und absolvierte hier einen Grundausbildungslehrgang für Hauswirtschaft an der damaligen Hauswirtschaftsschule des Klosters. Danach war sie ein Jahr in einem Heim für blinde Frauen in München tätig. Sie besuchte dort anschließend ein Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, dass sie mit dem Staatsexamen erfolgreich abschließen konnte. Anschließend war sie von 1966 bis 1973 als Erzieherin am Kindergarten „Maria Schutz“ in Aiterhofen, „Sankt Johannes“ in Ittling und zuletzt als Leiterin des Kindergartens „Sankt Josef“ in Leiblfing tätig. Während dieser Tätigkeit trat sie 1967 im Alter von 20 Jahren in den Orden der Franziskanerinnen von Aiterhofen ein. 1968 hatte Sie die erste Profess und fünf Jahre später folgte das Gelübde für die ewige Profess. Nach ihrer Zeit als Erzieherin besuchte sie die Berufsaufbauschule und erwarb die Fachhochschulreife. Das Studium an der katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen schloss sie als Diplom-Sozialpädagogin (FH) ab. Außerdem legte sie 1978 in Benediktbeuern die Zusatzprüfung in Religionspädagogik ab.

Als Diplom-Sozialpädagogin übte sie dann bis 1985 eine Lehrtätigkeit an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft und an der Realschule aus. Über mehrere Jahre war sie auch Leiterin des Mädcheninternats des Klosters Sankt Josef. Bei der Gründung der Altenpflegeschule im Jahr 1985 (jetzt Berufsfachschule für Altenpflege) wurde Schwester Anita die Leitung der Schule übertragen, die sie bis 2004 mit großer Umsicht und sehr erfolgreich ausübte. Bis 2015 war sie dann noch stellvertretende Leiterin dieser Schule und unterrichtete bis 2016.

Im Jahr 2003 wurde Sr. Anita aufgrund ihrer herausragenden Qualifikation und idealer Voraussetzungen von der Schwesterngemeinschaft zur Generaloberin des Klosters der Franziskanerinnen von Aiterhofen mit ihren Niederlassungen in Brasilien und Bolivien gewählt. Der Bürgermeister hob hervor, dass sie in all den Jahren als Generaloberin das Kloster mit Realschule, Altenpflegeschule, Paramentenstickerei sowie Tagungshaus mit hohem persönlichen Einsatz und großer Umsicht geführt hat. Bis Ende 2016 stand auch noch die Kindertagesstätte in der Trägerschaft des Klosters. Alle diese Einrichtungen, so der Bürgermeister, sind ein Segen für unsere gesamte Gemeinde und die ganze Region. Er erwähnte auch ausdrücklich, dass Aiterhofen stolz darauf ist, eines der drei Klosterdörfer im Landkreis zu sein. Erwähnt wurde auch der umfangreiche Gebäudebestand, der zu sanieren und zu unterhalten war und ist.

Seinen Dank sprach Bürgermeister Manfred Krä für das äußerst vertrauensvolle und gute Miteinander zwischen Kloster, politischer Gemeinde und Verwaltung aus. Aufgrund der herausragenden Verdienste wurde in der Gemeinderatssitzung im September dieses Jahres einstimmig die Verleihung der goldenen Bürgermedaille an Generaloberin Sr. Anita Heimerl beschlossen. Mit Überreichung der Bürgermedaille wünschte ihr der Bürgermeister weiterhin viel Schaffenskraft und Gottes Segen.

Sr. Anita bedankte sich für diese hohe Auszeichnung und betrachtete diese auch als Ehrung für das gesamte Kloster. Eine Ehrung, so Sr. Anita, wird ja für die Vergangenheit ausgesprochen. Das Kloster soll jedoch auch in Zukunft ein Segen für die Gemeinde sein. Im Hinblick auf die Altersstruktur der Ordensgemeinschaft stehen zukünftig Änderungen an, die das Kloster in seinem Bestand und damit auch das Wirken in der Region dauerhaft festigen.

drucken nach oben