Aktiv leben im Alter Zuhause

Vortrag eisenschink

(v.l.) Sprecher der ILE-Seniorenbeauftragter Franz Dünstl, Logopädin Heike Kattler, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Salching Erika Eisenschink, Wohnraumberater Georg Franz und Bürgermeister Alfons Neumeier

 

Vortrag im Rahmen der ILE-Gäuboden im Bürgerhaus Salching

Salching. Im Rahmen des Seniorenprogramms der ILE-Gäuboden veranstaltete die Gemeinde Salching am 04. Mai 2017 einen Informationsabend zum Thema „Aktiv leben im Alter Zuhause“. Als Referent konnte  Georg Franz gewonnen werden, der in einem Straubinger Sanitätshaus als Wohnraumberater tätig ist. Den zahlreichen Besuchern aus den sieben Gemeinden konnte er anhand von Statistiken zum demografischen Wandel die Prägnanz des Themas darlegen.

Bestenfalls berücksichtigt man bereits beim Neu- oder Umbau seines Wohnraumes behindertengerechte Ausstattung oder zumindest die Möglichkeit zum Nachrüsten der Wohnung. Vor allem soll man auf breite Türen und möglichst wenig Hindernisse achten. Georg Franz zeigte den Besuchern auch einfache Möglichkeiten auf, um das Umfeld für das Leben im Alter anzupassen. So ist schon ein Handlauf im Flur, Sitzmöglichkeiten im Bad und Dusche eine große Erleichterung, aber auch Teller mit Rand, spezielles Besteck und ähnliches ermöglichen es den älteren oder körperlich eingeschränkten Bürgern, länger selbstbestimmt Zuhause zu leben.

Georg Franz macht derzeit noch kostenlose Hausbesuche, bei denen er Möglichkeiten zum Anpassen des Wohnraumes an die Bedürfnisse der Bewohner aufzeigt. Es reicht von der Beseitigung von Stolperfallen bis zum Umbau des häuslichen Umfeldes. Er zeigte auch die Möglichkeiten zur Förderung und evtl. Kostenübernahme durch die Krankenkassen und öffentliche Stellen auf. Er betonte, dass viele Hilfsmittel durch den Hausarzt verordnet werden können und das dadurch das Budget des Arztes nicht belastet wird.

Im Anschluss erzählte die Seniorenbeauftragte Erika Eisenschink über Ihre Arbeit als Krankenschwester auf der Palliativstation des Klinikums St. Elisabeth. Auf einer Palliativstation steht eine beschützende, ganzheitliche Behandlung und Pflege bei Menschen mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung im Vordergrund. Der Schwerpunkt liegt auf der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität. Sie beschrieb kurz den Tagesablauf aus der Sicht einer Pflegerin.

Zum Schluss referierte die Gemeinderätin, Senioren- und Behindertenbeauftragte und Logopädin Heike Kattler aus Aiterhofen über Schluckbeschwerden, die zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können. Sie erläuterte die vielen möglichen Ursachen wie neurologische Erkrankungen, Morbus Parkinson, Entzündungen und ähnliches. Sie zeigte den Zuhören die diversen Möglichkeiten zur Behandlung und Erleichterung der Symptome auf.

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